Kultur und Sehenswertes erleben

Immer schon zog der Vinschgau berühmte Herrscher, fromme Pilger und Mönche, Kaufleute und Handwerker an. Diese haben die Geschichte unseres Tales und unserer beschaulichen Dörfer auf wundervolle Art geprägt und sind einer der Gründe für die Vielzahl kultureller Schätze und Sehenswürdigkeiten.

Zu den wertvollen Zeugen der Vergangenheit gehören Burgen und Schlösser, Kirchen und Klöster aber auch mystische Plätze wie der Tartscher Bühel oder die Schmugglerschlucht Uina. Die Geschichte der versunkenen Dörfer am Reschensee mit dem aus dem See herausragenden Kirchturm als letztem Zeugen der Geschichte ist ebenso märchenhaft wie bedauernswert wahr.

Hier einige Tipps und Infos:

Der Turm im Reschensee...>

Wer über den Reschenpass ins Vinschgau kommt, fährt mit Blick auf den höchsten Berg Südtirols in Richtung Süden. Dort liegt, eingebettet in die weite Berglandschaft, der tragisch-schöne Reschensee. Umschlungen vom tiefen Blau des Wassers ragt ein einsamer Kirchturm hervor. Dieser Turm im See ist der einzig verbliebene Zeuge der vorsätzlichen Zerstörung der Dörfer des Obervinschgaus durch eine Seestauung im Jahr 1950 - und zugleich das beliebteste Fotomotiv des Vinschgaus. Im Zuge der Seestauung wurde das gesamte Dorf Graun und ein Großteil des Dorfes Reschen in den Fluten des Stausees versenkt. Hunderte Häuser wurden dabei zerstört und all ihre Bewohner zur Umsiedlung gezwungen.

In einer spannenden geschichtlichen Dokumentation der Ereignisse können Besucher im Gemeindemuseum in Graun die Hintergründe zur Seestauung erfahren.

Zeitzeugen sagen:
„ vieles kann der Mensch zerstören, nur die Erinnerungen nicht!
...das was hier zerstört wurde kann nie mehr gutgemacht werden!!
...und heute leben wir von dem was uns übrig geblieben ist!
...und machen das Beste daraus!“

Stiegen zum Himmel – die Alpine Straße der Romanik...>

Sehenswürdigkeiten in Südtirol

Stiegen zum Himmel" ist ein einzigartiges Wanderprojekt, das auf seinen Routen zahlreiche kulturelle Schätze der Region verbindet: mittelalterliche Burganlagen, imposante Schlösser, farbenfroh verzierte Kirchen und einsame, stille Kapellen, historische Siedlungen und Kulturlandschaften, verträumte Dörfer und Städtchen zwischen dem Schweizer Engadin, Südtirol und dem Trentino warten darauf von Ihnen entdeckt zu werden!

Die Sammlung von Reiserouten und Wanderempfehlungen des Projekts erfassen jenes Gebiet, in dem einst das Volk der Rätier siedelte.  Im Vinschgau, entlang der Claudia Augusta, befinden sich die ältesten Kirchen und Fresken des gesamten deutschen Sprachraums. Karl der Große gründete hier Ende des 8. Jahrhundert n. Chr. das Kloster St. Johann in Müstair und auch das Kloster Marienberg in Burgeis, die höchstgelegene Benediktinerabtei Europas, zählt zu diesen einmaligen Kulturstätten.

Unser Aparthotel-Garni St. Jakob befindet sich ganz in der Nähre und die meisten unserer Ferienwohnungen und Zimmer haben einen wunderbaren Blick auf das erhabene Kloster und die darunterliegende mittelalterliche Fürstenburg.

Mehr Infos: http://www.stiegenzumhimmel.it/

Die weltweit größte private Ritter-Rüstkammer...>

Churburg im Vinschgau

Der Vinschgau ist das burgenreichste Tal der Alpen. Nahe dem Reschenpass thront auf einem Berghang die Churburg, eine der mächtigsten und besterhaltenen Burganlagen Südtirols. Sie enthält die weltweit grösste private Rüstkammer mit einer fast vollständigen Ausrüstung für eine komplette Burgbesatzung. Das hervorstechendste Stück ist eine 2,10 Meter große und 40 kg schwere Rüstung aus der Zeit um 1450. Unterhalb der Churburg, nahe dem Ort Schluderns, werden alljährlich die „Südtiroler Ritterspiele, Churburg - Schluderns“ ausgetragen. Die Ritterspiele stellen nicht nur die ritterlichen Duelle auf dem Schlachtfeld und in der Arena nach, sondern versetzen ihre Besucher auch in ein historisch authentisches Ambiente zwischen Lagerleben und Mittelaltermarkt.

Reinhold Messners Schloss Juval und die MM Museen...>

Messner Mountain Museum

Das Schloss Juval im Vinschgau ist seit 1983 der Wohnsitz des weltbekannten Bergsteigers Reinhold Messner. Im Schlossinneren befindet sich ein Museeum, das verschiedene Kunstsammlungen umfasst: Eine Tibetika-Sammlung, eine Galerie mit Bildern der Heiligen Berge der Welt, Maskensammlungen aus fünf Kontinenten, eine Ausstellung zu Gesar Ling, einen Tantra-Raum sowie einen Expeditionskeller. Geschulten Führer begleiten Sie durch alle Abschnitte der Ausstellung.
Beim Schloßwirt werden Ihnen auf Wunsch hofeigene Produkte serviert, im Unterortl können Sie in gemütlichem Ambiente exzellente Weine verköstigen und am Fuß des Burghügels finden Sie einen kleinen Bauernladen.
Das Museeum im Schloss Juval gehört zu Reinhold Messners einzigartigem "MMM Messner Mountain Museum-Projekt": Fünf spannende und abwechslungsreiche Mountain Museen verteilt über ganz Südtirol. Mit dem MMM Juval zum "Mythos Berg" in Kastelbell/Tschars, dem MMM Ortles zum Thema "Eis- und Kristallwelten" sowie dem MMM Alpine Curiosa in Sulden befinden sich drei der fünf Messner Mountain Museen bei uns im Vinschgau.

Mehr Infos: www.messner-mountain-museum.it

Das weiße Gold aus dem Vinschgau...>

Laaser Marmor

Der Name des kleinen Ortes Laas im Vinschgau wurde dank seines strahlend weißen Marmors in aller Welt bekannt. Fachleute sagen, der Laaser Marmor sei der schönste Marmor, den man finden kann. Von Bildhauern wegen seiner Schönheit hoch geschätzt, wurde und wird der Laaser Marmor in vielen Teilen der Welt verwendet, so zum Beispiel in den Großstädten Berlin (für die Helmholtz-Statue vor der Humboldt-Universität), Wien (für die Mozart-Statue im Burggarten), Rom (für das Grabmonument Pius IX. in der Kirche San Lorenzo fuori le mura) und New York (für den Grand Central Terminal in Manhatten). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gingen große Aufträge des Kaiserhofes aus Wien ein: Skulpturen an der Ringstraße und die Pallas Athene vor dem österreichischen Nationalrat sind faszinierende Zeugen dieser Epoche.

Glurns, die kleinste Stadt Italiens und der Alpen...>

Glurns, die kleinste Stadt Italiens

Glurns, eine sagenhafte mitteralterliche Stadt, bietet seinen Besuchern eine spannende Zeitreise in vergangene Jahrhunderte. Eine massive Stadtmauer mit vier Toren gewährt Zugang zu schmalen Gassen, Nischen und Ecken sowie Häusern auf engstem Raum. 1304 wurde Glurns, im Dreiländereck Schweiz - Österreich - Italien gelegen, erstmals urkundlich erwähnt und gilt heute mit seinen rund 880 Einwohnern als die kleinste Stadt Italiens. Die vollständig erhaltene Ringmauer, Laubengänge, Türme aus der Renaissance und Bauten aus dem 13.-16. Jahrhundert verleihen dem Städtchen sein romantisches Flair.

Meran und die wunderbaren Gärten vom Schloss Trauttmansdorff...>

Die Gärten vom Schloss Trauttmansdorff

Südöstlich von Burgeis liegt die Kur- und Blumenstadt Meran. Ihre Promenade ist von mediterraner Flora gesäumt und neben lauschige Cafés und Bars zeichnen edle italienische Boutiquen das Stadtbild. Am Rande der Stadt befinden sich die „Gärten von Schloss Trauttmansdorff“. Schon die Kaiserin Sissi liebte es, hier zu flanieren und sich zu erholen. Die Anlage wurde im Jahr 2005 zum schönsten Garten Italiens gekürt und nahm im Jahr darauf Platz 6 unter den schönsten Gärten Europas ein.

Die zweithöchste und einzigartige Pass-Straße Europas....>

Stilfserjoch

Die Stilfserjoch Straße ist eine Pionierleistung des Gebirgstraßenbaus. Nach nur fünfjähriger Bauzeit, von 1820 bis 1825, hat Ingenieur Carlo Donegani, zur Zeit des Wiener Kongresses, Spondinig (Vinschgau-Südtirol) und Worms (Bormio) für die Postpferdekutsche erschlossen.
Die Straße ist insgesamt 49,2435 km lang. 48 Kehren führen von Spondinig bis zur Passhöhe (2763 m), weitere 34 von dort nach Bormio. Die Straße verbindet heute drei Nachbartäler der Zentralalpen: den Vinschgau, das Münstertal und das Veltlin und die Länder Südtirol, Graubünden und die Lombardei in zwei Staaten.

Einige Worte zur Geschichte...

Die Region Vinschgau wurde früher auch Venostengau genannt. Dieser Name geht auf das rätische Volk der Venosten zurück. Rätische Wall- und Fluchtburgen erschwerten den Römern im 16 v.Chr. zunächst die Eroberung des Gebiets. Im Zuge der fortschreitenden Romanisierung Mitteleuropas stand aber auch bald das Land der Venosten unter dem Einfluß des mächtigen römischen Imperiums.  Davon zeugt noch heute die Via Claudia Augusta, die vor über 2.000 Jahren erbaute, einzige kaiserliche Staatsstraße Roms über die Alpen. Sie begann in Altinum nahe Venedig und Ostiglia am Po und reichte über den Reschen- und Fernpass bis nach Augsburg in Bayern.

Trotz des Baus der Via Claudia erfuhr das Tal zunächst keinen flächendeckenden Landesausbau und blieb lange Zeit kaum mehr als eine Waldlandschaft. Der heute weltbekannte Marmor aus der Stadt Laas wurde zu dieser Zeit jedoch bereits abgebaut: zu Beginn des 8. Jh. ließ sich Präses Victor für ein Grabmal einen Marmorstein aus Venostien liefern. Ab dem 10. Jahrhundert wurden Siedlungen und Wirtschaftsflächen vornehmlich durch romanische Bauern ausgebaut. Das Kloster Marienberg, das in Burgeis in unmittelbarer Nähe zu unserem Hotel liegt, förderte im Frühmittelalter die Besiedlung der Region, besonders durch deutschssprachige Zuwanderer. Der Vinschgau gehörte zu dieser Zeit zu Churrätien und bildete gemeinsam mit dem Unterengadin eine Grafschaft.

Im 16. Jahrhundert erreichte die Reformation den Obervinschgau. In Burgeis war eine Weile lang ein reformativer Pfarrer tätig. Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Frieden von Saint Germain gehörte der weiterhin mehrheitlich deutschsprachige Vinschgau, gemeinsam mit ganz Südtirol, zur Italienischen Republik.